Woran erkenne ich, wann Kinder Päpki® brauchen?


Die Therapie kann geeignet sein für Kinder:

  • mit Schwierigkeiten beim schulischen Lernen
  • mit grobmotorischen Schwierigkeiten, (unsportlich, ungelenk)
  • die unruhig,  „zappelig“ sind.
  • mit Problemen in der Aufmerksamkeit und im Arbeitstempo
  • die emotional unausgeglichen sind
  • mit Verhaltens- und Kontaktschwierigkeiten
  • mit einer „schlaffen“ Körperhaltung
  • mit feinmotorischen Schwierigkeiten (Schrift, Stifthaltung)
  • mit asymmetrischer Körperhaltung z. B. schräge Kopfhaltung, schräge Sitzposition

Was ist Päpki®?
Päpki ist eine Therapieform, die auf Erkenntnissen über die frühkindliche Gesamtentwicklung im ersten Lebensjahr beruht. In dieser Zeit durchläuft das Kind eine genetisch gesteuerte sehr differenzierte Entwicklung, die ihm zu einer breiten Lebensgrundlage verhilft.
In der Diagnostik schaut sich der Therapeut mit Hilfe neuromotorischer Tests die Bewegungsentwicklung des Kindes auf Abweichungen und Lücken hin an.
In der Therapie bekommt das Kind ein speziell auf seine Lücken und Abweichungen in der Bewegungsentwicklung  abgestimmtes Körperübungsprogramm. Mit diesen Körperübungen lernt das Kind Schritte der Bewegungsentwicklung nach. Dies fördert die Entwicklung der Bereiche Bewegung Wahrnehmung, Kognition und Emotion.

Ablauf der Therapie
Zunächst treffen sich die Eltern und der Therapeut zu einem ausführlichen Anamnesegespräch, in dem umfassend über den bisherigen Lebenslaufs des Kindes gesprochen wird.
Anhand der gewonnen Daten und Einsichten können wir meist schon bis in die Einzelheiten der Symptomatik sagen, worum es bei dem Kind geht und ob eine Päpki® Therapie sinnvoll ist.
Im 2. Schritt treffen wir uns zu einer ausführlichen Diagnostik, in der der neurophysiologische Entwicklungsstand des Kindes bestimmt wird. Die Ergebnisse werden am gleichen Tag ausgewertet und mit den Eltern besprochen. Im Anschluss bekommt das Kind die ersten neuromotorischen Entwicklungsübungen mit nach Hause. Es erfolgt eine genaue Einweisung in die Übungen. Diese sollen zu Hause unter Anleitung der Eltern täglich gemacht werden. Die weitern Termine finden jeweils in einem Abstand von 3- 6 Wochen statt.
 Die Eltern können während der gesamten Diagnostik anwesend sein.

Die durchschnittliche Therapiedauer beträgt bei den meisten Kindern ein bis zwei Jahre. 

 

Päpki® für Erwachsene
Wir wissen heute, dass etwa ein Drittel aller Menschen während ihrer frühen Kindheit  von der physiologischen Entwicklung abweichen müssen und als Folge Fehlhaltungen, sogenannte neuromotorische Aufrichtungsdefizite, zurück behalten. Diese werden in der Kindheit zunächst meist gut kompensiert, so dass diese Menschen über Jahre relativ beschwerdefrei durch das Leben gehen. Erst ab etwa dem vierzigsten Lebensjahr, wenn die Abbauprozesse des Körpers zu überwiegen beginnen, treten die Symptome wieder auf, die wir von Kindern mit neuromotorischen Aufrichtungsdefiziten kennen. wie z.B. Nacken- und Rückenbeschwerden oder Kiefergelenksproblematiken (CMD).Einzelfälle in unserer Praxis haben gezeigt, dass eine Therapie nach Päpki® im Rahmen einer interdisziplinären Behandlung helfen kann.